St. Nikolai in Anklam Vorpommern   Verfall oder Wiedererstehung? Eine Kirche braucht Ihre Hilfe!
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St. Nikolaus
Auf Ikonen ist der Heilige Nikolaus sehr häufig abgebildet, vielleicht am häufigsten von allen Heiligen. Die Kirchengeschichte verzeichnet zwei Personen mit dem Namen Nikolaus. Beide mit Namen Nikolaus gelten als heilig: Der Bischof Nikolaus von Myra (lebte im 4. Jahrhundert) und Nikolaus von Sion, Bischof von Pinara (starb 564).
Es wird vermutet, Simeon Metapharstes habe die Biographien des Bischofs von Myra und des Bischof von Pinara (Nikolaus von Sion, verstorben am 10. Dezember 564 n.u.Z.) vermischt.
Die griechische Kirche verehrte die beiden Bischöfe schon seit dem sechsten Jahrhundert.
Im Abendland konzentrierte sich die Verehrung aber auf den Bischof von Myra.
Dieser
Nikolaus wurde in Patara (in der Nähe von Antalya) geboren. Als Geburtsjahr wird 280 bzw. 286 vermutet.
Nikolaus war ein sehr gläubiger Mann, er wurde Bischof von Myra und war am Hof von Kaiser Konstantin in Konstantinopel hoch angesehen.
Myra war damals eine bedeutende Stadt an der Mittelmeerküste östlich von Rhodos. Jetzt liegt dort das Fischerdorf Demre.
Nikolaus achtete und half Menschen, die sich in Not und Bedrängnis befanden. (siehe z.B. Die Hungersnot)
Auf diesen, seinen Taten, beruht die große Verehrung. Sie machten ihn auch zum Schutzpatron auf zahlreichen Gebieten, bis hin zum „Vater“ des Weihnachtsmannes. (siehe z.B. Gold für die Bräute)
Für Hansestädte, wie Anklam, besonders wichtig war, dass er ebenfalls der Schutzpatron der Händler und Seeleute ist. (siehe z.B. Stillung des Seesturms)
 
Am 6. Dezember 343 starb Nikolaus. Seine Landsleute bestatteten ihn in einem "Martyrion", das war eine Kirche, die über den Gräbern von Märtyrern errichtet wurde. Diese Kirche wurde ausgebaut zu einer großen Nikolaus- Basilika. Schon kurz nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt, Menschen pilgerten zu seinem Grab. Auch an seinem Grab geschah nun ein Wunder. Es sammelt sich dort eine Flüssigkeit an, das sog. "Manna di S. Nicola".
Diese Flüssigkeit, pro Jahr acht Liter, die Heilkräfte haben soll. Blinde sollen davon wieder sehend geworden sein.

Im Jahre 1078 entführten italienische Kaufleute die Gebeine von St. Nikolaus nach Bari, dort wurden sie in die Eliaskirche gebracht. Man baute dann die Nikolaus- Basilika in Bari zwischen 1087 und 1196. Dorthin pilgern nun etwa Zweihunderttausend Gläubige jährlich. 

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